Tipps & Tricks für gute User Stories

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März 7, 2024

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Heute habe ich mich einem Thema gewidmet, das für die erfolgreiche Umsetzung agiler Projekte unerlässlich ist: der Kunst, gute User Stories zu schreiben. Auch wenn es User Stories schon eine ganze Weile gibt (sie wurden in den 1990ern als Teil von xTreme Programming eingeführt) sind sie immer noch der Standard, wenn es um die Befüllung des Product Backlogs geht. Sie helfen uns, die Bedürfnisse der Nutzer zu verstehen und in funktionale Software umzusetzen. Doch obwohl das Konzept relativ simpel ist, kann man doch einige Fehler machen.

Die Grundlagen guter User Stories

User Stories folgen einem einfachen Format: Als [Rolle] möchte ich [Funktion], sodass [Nutzen]. Dieses Format fördert Klarheit und Fokussierung auf den Nutzer und dessen Bedürfnisse. Doch die Herausforderung liegt oft im Detail:

  • Spezifität: Eine User Story muss spezifisch genug sein, um den Nutzer und dessen Bedürfnis klar zu definieren. Vage Beschreibungen wie "als Nutzer" sind zu vermeiden. Stattdessen sollten wir spezifische Nutzerrollen oder sogar Personas verwenden.
  • Funktionalität: Die Beschreibung der gewünschten Funktion sollte klar und präzise sein, ohne jedoch ins Detail zu gehen, wie diese Funktion umgesetzt werden soll. Das "Wie" ist Aufgabe des Entwicklungsteams.
  • Nutzen: Der Nutzen, den die User Story bringt, muss deutlich hervorgehen. Dies hilft dem Team, die Wichtigkeit der Story zu verstehen und Prioritäten zu setzen. Auch hier sollte man nicht die erst beste Idee dokumentieren, sondern genau hinterfragen, ob wir es mit dem tatsächlichen "Wozu" zu tun haben. 

Akzeptanzkriterien als Schlüssel

Ein wesentlicher Teil jeder User Story sind die Akzeptanzkriterien. Sie definieren, unter welchen Bedingungen eine User Story als erfüllt gilt. Akzeptanzkriterien sollten klar, messbar und testbar sein. Sie dienen nicht nur als Checkliste für das Entwicklungsteam, sondern auch als Grundlage für Tests.

Häufige Stolpersteine

  • Zu viel "Wie": User Stories, die zu detailliert beschreiben, wie eine Funktion umgesetzt werden soll, schränken die Kreativität und Problemlösungskompetenz des Teams ein.
  • Fehlende Diskussion: User Stories sind ein Versprechen für eine Diskussion. Sie sollten immer den Ausgangspunkt für Gespräche im Team darstellen, um Missverständnisse auszuräumen und die Story zu verfeinern.
  • Unklare Akzeptanzkriterien: Akzeptanzkriterien, die zu vage oder nicht testbar sind, können zu Missverständnissen und unerwünschten Ergebnissen führen.

Tipps für die Praxis

  • Investiere Zeit in die Definition von Personas: Sie helfen, die Bedürfnisse und Motivationen der Nutzer besser zu verstehen.
  • Nutze User Story Mapping Workshops: In diesen Workshops können das Team und der Product Owner gemeinsam User Stories entwickeln und verfeinern.
  • Setze auf kontinuierliches Feedback: Nutze jede Gelegenheit, um Feedback von Nutzern zu erhalten und die User Stories entsprechend anzupassen.

Fazit

Gute User Stories sind das Fundament für erfolgreiche agile Projekte. Sie helfen uns, den Fokus auf den Nutzer zu legen und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. Als Scrum Master spielen wir eine entscheidende Rolle dabei, unser Team und den Product Owner in der Kunst guter User Stories zu coachen. Indem wir auf klare, spezifische und nutzbringende Stories achten und das Team in der Definition und Verfeinerung dieser Stories unterstützen, legen wir den Grundstein für den Erfolg unserer Projekte.

About the author 

Marc Löffler

Marc Löffler ist Keynote-Speaker, Autor und Mentor für passionierte Scrum Master. Er befasst sich schon seit 2005 leidenschaftlich mit agilen Methoden, wie z.B. Scrum, Kanban oder eXtreme Programming. Bevor er mit dem Thema Agilität in Berührung gekommen war, hat er als zertifizierter Projektmanager (IPMA) bei Firmen wie Volkswagen, Siemens und EADS erfolgreich multinationale Projekte geleitet. Mit Begeisterung hilft er Unternehmen dabei, agile Werte zu verstehen und genau die Form von Agilität zu finden, die zum jeweiligen Unternehmen passt. Dabei nutzt er sein PASSION Modell, um die jeweilige Situation zu analysieren und sinnvolle nächste Schritte hin zur passionierten, agilen Organisation zu definieren. Er liebt es, neue Einsichten zu generieren, und unterstützt Unternehmen dabei, Probleme aus kreativen, neuen Blickwinkeln zu betrachten. Seit September 2018 ist er zertifizierter Professional Speaker GSA (SHB) mit der besten Keynote seines Jahrgangs. Im Jahr 2014 erschien sein Buch „Retrospektiven in der Praxis“ beim dpunkt.verlag. Im Jahr 2018 folgte das Buch „Improving Agile Retrospectives“ bei Addison Wesley. Im Februar 2022 folgte dann das Buch "Die Scrum Master Journey" beim BusinessVillage Verlag.

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