Oktober 6, 2023

In Deiner Arbeit als Scrum Master bleibst Du selbst ständig auf der Strecke? 

Dann hole Dir hier die Anleitung für Deine persönliche Retrospektive. 

In diesem Blogartikel möchte ich eine Frage aus meiner Scrum Master Journey Community beantworten, die viele von uns beschäftigt: Wann ist der richtige Zeitpunkt, das Amt als Scrum Master niederzulegen?

1. Wertekonflikt

Der erste und vielleicht wichtigste Indikator ist, wenn deine persönlichen Werte nicht mit den Werten des Teams oder der Organisation übereinstimmen. Um das festzustellen, musst du natürlich erst einmal deine eigenen Werte kennen. Das ist eine der ersten Übungen in meiner Scrum Master Journey, und ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, sich darüber im Klaren zu sein. Wenn du merkst, dass deine Werte und die des Teams oder der Organisation nicht übereinstimmen, ist es vielleicht an der Zeit, weiterzuziehen.

Wenn du z.B. merkst, dass du dich ständig abmühst und unzufrieden bist, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass du in der falschen Umgebung bist und Du Dich in einem Wertekonflikt befindest.

2. Keine Weiterentwicklung

Wenn du das Gefühl hast, dass du in deiner Rolle nicht mehr wächst oder dass das Team nicht mehr von dir profitiert, könnte das ein weiterer Grund sein, das Amt niederzulegen. Es ist wichtig, dass sowohl du als auch das Team sich weiterentwickeln, und wenn das nicht mehr der Fall ist, ist es vielleicht an der Zeit für eine Veränderung. In einigen Unternehmen gehört das zum normalen Teil der Scrum Master Rotation. Meiner Meinung nach sollte man sich nach spätestens einem Jahr fragen, ob man noch der richtige Scrum Master für das Team ist.

3. Fehlende Autonomie

Ein weiterer Grund könnte sein, dass du das Gefühl hast, dass deine Autonomie eingeschränkt ist oder dass du nicht die Möglichkeit hast, die Dinge so zu tun, wie du es für richtig hältst. In solchen Fällen kann es frustrierend sein, weiterzumachen, und es könnte besser sein, eine neue Herausforderung zu suchen.

Andererseits liegt das oft an einer fehlenden Auftragsklärung. Ohne eine vernünftige Auftragsklärung wird Dir immer die Basis für eine erfolgreiche Scrum Master Arbeit fehlen.

4. Persönliche Gründe

Manchmal kann es natürlich sein, dass man mit einzelnen Teammitgliedern nicht klar kommt und dieses Thema auch nicht durch Gespräche ausgeräumt werden kann. Natürlich kann man sich hier durch quälen, sinnvoller ist dann aber vermutlich das Team zu verlassen. 

Natürlich gibt es auch persönliche Gründe, die nichts mit dem Team oder der Organisation zu tun haben. Vielleicht möchtest du eine neue Herausforderung annehmen, dich in einem anderen Bereich weiterbilden oder einfach eine Pause einlegen. Das sind alles gültige Gründe, und es ist wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein.

Fazit

Die Entscheidung, das Amt als Scrum Master niederzulegen, ist komplex und facettenreich. Es gibt viele verschiedene Gründe, die dazu führen können, und es ist wichtig, sich die Zeit zu nehmen, diese sorgfältig zu prüfen. Wenn du das Gefühl hast, dass es an der Zeit ist, weiterzuziehen, dann ist es wahrscheinlich auch so. Höre auf dein Bauchgefühl und sei ehrlich zu dir selbst.

Wenn du mehr über dieses Thema erfahren möchtest oder weitere Fragen hast, lass uns doch einfach kurz quatschen. Ich bin immer für ein Gespräch offen und freue mich, von dir zu hören! Nutze einfach den folgenden Link, um ein Gespräch mit mir zu vereinbaren: https://bookme.name/marcloeffler/lite/15-minutes-strategy-call

Bis zum nächsten Mal und bleib agil! 🚀

About the author 

Marc Löffler

Marc Löffler ist Keynote-Speaker, Autor und Mentor für passionierte Scrum Master. Er befasst sich schon seit 2005 leidenschaftlich mit agilen Methoden, wie z.B. Scrum, Kanban oder eXtreme Programming. Bevor er mit dem Thema Agilität in Berührung gekommen war, hat er als zertifizierter Projektmanager (IPMA) bei Firmen wie Volkswagen, Siemens und EADS erfolgreich multinationale Projekte geleitet. Mit Begeisterung hilft er Unternehmen dabei, agile Werte zu verstehen und genau die Form von Agilität zu finden, die zum jeweiligen Unternehmen passt. Dabei nutzt er sein PASSION Modell, um die jeweilige Situation zu analysieren und sinnvolle nächste Schritte hin zur passionierten, agilen Organisation zu definieren. Er liebt es, neue Einsichten zu generieren, und unterstützt Unternehmen dabei, Probleme aus kreativen, neuen Blickwinkeln zu betrachten. Seit September 2018 ist er zertifizierter Professional Speaker GSA (SHB) mit der besten Keynote seines Jahrgangs. Im Jahr 2014 erschien sein Buch „Retrospektiven in der Praxis“ beim dpunkt.verlag. Im Jahr 2018 folgte das Buch „Improving Agile Retrospectives“ bei Addison Wesley. Im Februar 2022 folgte dann das Buch "Die Scrum Master Journey" beim BusinessVillage Verlag.

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