Woran erkenne ich, ob Scrum in meinem Umfeld passt?

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November 2, 2023

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In diesem Artikel widmen wir uns einer zentralen Frage, die viele von euch umtreibt: Wie erkenne ich, ob Scrum für mein Team oder mein Projekt der richtige Ansatz ist?

Scrum ist nicht immer die Antwort

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass Scrum nicht für jedes Team und jede Situation die richtige Lösung ist. Nur weil man einen Hammer zur Hand hat, ist nicht jedes Problem automatisch ein Nagel. Ja, Scrum ist das am weitesten verbreitete agile Framework (ca. 2/3 aller agilen Teams nutzen Scrum), aber nur weil man agil arbeiten möchte, ist Scrum nicht die einzige Möglichkeit.

Die Passform von Scrum prüfen

Um zu beurteilen, ob Scrum sinnvoll ist, solltest du dir die Art der Arbeit, die dein Team verrichtet, genau anschauen. Passt sie wirklich zu dem, was Scrum leisten kann? Scrum passt vor allem gut bei der Entwicklung von Produkten in komplexen Umgebungen. Wenn Du also agil arbeiten möchtest und Dein Team arbeitet nicht an einem Produkt, dann kann das schon ein erstes Zeichen sein, dass Scrum nicht so passend ist.

Ein Beispiel sind Teams, die in irgendeiner Form einen Service zur Verfügung stellen und ihre Aufträge als Tickets bekommen. Die Arbeit eines IT-Service Teams wäre so ein Fall. Wie soll man einen Sprint planen, wenn ständig neue Aufgaben reinkommen und ich nicht vorhersagen kann, welche Aufgaben mich morgen erwarten? Natürlich könnte man das mit sehr kurzen Sprints lösen, aber wenn man ehrlich ist, ist das keine praktikable Lösung. Hier wäre z.B. ein Kanban System besser geeignet.

Scrum außerhalb der Softwareentwicklung

Scrum ist nicht nur auf die Softwareentwicklung beschränkt. Es kann auch in anderen Bereichen wie z.B. Human Resources genutzt werden, um Prozesse zu erarbeiten oder zu optimieren. In diesem Fall wäre der neue Prozess das Produkt, dass ihr erstellen wollt. Scrum würde dann auch sicherstellen, dass der Prozess ständig weiter verbessert wird. Wenn es allerdings nur darum geht die Arbeit der Sachbearbeiter zu organisieren, dann ist Scrum vermutlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen. In einem solchen Fall reicht es vermutlich ein Taskboard einzuführen, sich davor regelmäßig zu treffen und alle paar Wochen eine Retrospektive durchzuführen.

Was Dein aktuell größtes Problem?

Ich bin kein großer Freund von "One size fits all". Wenn ich mit meinen Kunden arbeite ist es mir wichtig herauszufinden, was das aktuell brennendste Problem ist. Dafür suchen wir dann die passende Lösung, anstatt einfach blind irgend ein agiles Framework wie z.B. Scrum einzuführen. Wenn Du es z.B. mit einem Team von Experten zu tun hast, in dem jeder Experte nur an seinen Themen arbeitet, dann muss der erste Schritt die Wissensverteilung im Team sein und nicht die dogmatische Einführung von Scrum. 

Fazit

Um zu erkennen, ob Scrum Sinn macht, musst du über den Tellerrand hinausschauen und kritisch hinterfragen, ob die Rahmenbedingungen und die Art der Arbeit zu dem passen, was Scrum bietet. Es geht nicht darum, Scrum um jeden Preis einzuführen, sondern darum, den größten Nutzen für dein Team zu finden.

Ich hoffe, dieser Artikel hilft dir dabei, die Entscheidung zu treffen, ob Scrum der richtige Weg für dich und dein Team ist. Denk immer daran: Agile Methoden sind Werkzeuge, keine Dogmen. Nutze sie weise! Bis zum nächsten Mal!

About the author 

Marc Löffler

Marc Löffler ist Keynote-Speaker, Autor und Mentor für passionierte Scrum Master. Er befasst sich schon seit 2005 leidenschaftlich mit agilen Methoden, wie z.B. Scrum, Kanban oder eXtreme Programming. Bevor er mit dem Thema Agilität in Berührung gekommen war, hat er als zertifizierter Projektmanager (IPMA) bei Firmen wie Volkswagen, Siemens und EADS erfolgreich multinationale Projekte geleitet. Mit Begeisterung hilft er Unternehmen dabei, agile Werte zu verstehen und genau die Form von Agilität zu finden, die zum jeweiligen Unternehmen passt. Dabei nutzt er sein PASSION Modell, um die jeweilige Situation zu analysieren und sinnvolle nächste Schritte hin zur passionierten, agilen Organisation zu definieren. Er liebt es, neue Einsichten zu generieren, und unterstützt Unternehmen dabei, Probleme aus kreativen, neuen Blickwinkeln zu betrachten. Seit September 2018 ist er zertifizierter Professional Speaker GSA (SHB) mit der besten Keynote seines Jahrgangs. Im Jahr 2014 erschien sein Buch „Retrospektiven in der Praxis“ beim dpunkt.verlag. Im Jahr 2018 folgte das Buch „Improving Agile Retrospectives“ bei Addison Wesley. Im Februar 2022 folgte dann das Buch "Die Scrum Master Journey" beim BusinessVillage Verlag.

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