by marc

Oktober 22, 2020

Heute geht es um einen meiner agilen Lieblingsmythen: Agile Teams dokumentieren nicht. Mehr als einmal haben sich Führungskräfte bei mir beschwert, dass ihre Teams sind weigern würden zu dokumentieren. Angeblich macht man das in agilen Projekten nicht. Das ist natürlich Quatsch! Aber woher kommt dieser Mythos? "Schuld" ist mal wieder das agile Manifest. Dort steht:

Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation

Das bedeutet zwar, dass man ein funktionierendes Produkt über eine umfassende Dokumentation stellt aber nicht, dass keine Dokumentation erfolgt.

Agiles Dokumentieren

In agilen Projekten wird dokumentiert, während das Produkt entsteht. Nicht Monate davor und auch nicht monatelang danach. Dies soll dazu dienen, dass nur das dokumentiert wird, was auch wirklich da ist. Wenn ich schon vor der eigentlichen Entwicklung eines Produkts hunderte Seiten Dokumentation generiere, (z.B. mit Lastenheften, Pflichtenheften, Softwaredesigndoku, usw) laufe ich Gefahr Dinge zu dokumentieren, die später nicht implementiert werden. Das bedeutet, dass bereits geschriebene Dokumente wieder überarbeitet oder gar komplett neu geschrieben werden müssen. Und genau diese Mehrarbeit muss man vermeiden. 

In Scrum wird ein Feature in einem Sprint definiert, implementiert, integriert, getestet und dokumentiert. Am Ende eines Sprints, ist ein Feature auf dem Niveau, dass es theoretisch raus zum Kunden könnte.

Weitere Details zum Thema agile Dokumentation kannst Du Dir in dieser Podcast Episode anhören. Viel Spaß dabei.

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About the author 

marc

Marc Löffler ist selbständiger Agile Coach, Autor und Keynote-Speaker. Er befasst sich leidenschaftlich mit agilen Managementmethoden. Bevor er mit agilen Methoden in Berührung gekommen ist, hat er als zertifizierter Projektmanager bei Firmen wie Volkswagen, Siemens und EADS gearbeitet. Mit Begeisterung hilft er Unternehmen dabei, agile Werte zu verstehen und zu leben. Er liebt es, neue Einsichten zu generieren, und unterstützt Teams dabei, Probleme aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Seit September 2018 ist er zertifizierter Professional Speaker GSA (SHB) mit der besten Keynote seines Jahrgangs. Im Jahr 2014 erschien sein Buch „Retrospektiven in der Praxis“ beim dpunkt.verlag. Im Jahr 2018 folgte das Buch „Improving Agile Retrospectives“ bei Addison Wesley.

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