5 Schritte um ein agiles Tool einzuführen

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Es gibt tonnenweise agile Tools da draussen. Aber was ist der beste Weg, solche Tools im Unternehmen einzuführen?

1 – Starte erst einmal ganz ohne elektronisches Tool

„A fool with a tool is still a fool“. Bevor man irgendein abgefahrenes, agiles Tool einkauft, sollte man ein Gefühl dafür haben, wie Scrum, XP oder Kanban im eigenen Kontext funktionieren. Wenn man von Anfang an auf ein elektronisches Tool setzt, besteht die Gefahr, dass man nicht den Prozess nutzt, der am besten zur eigenen Situation passt, sondern den Prozess, den das Tool standardmäßig vorgibt. Jedes Tool bringt eine eigene Vorstellung mit, wie man Scrum und Co. implementieren sollte.

2 – Nutze Stift und Papier

Du brauchst kein ausgefallenes agiles Kollaborationstool um Deine agile Reise zu beginnen. Alles was Du brauchst ist eine Whiteboard oder eine Korkwand, ein paar Super Stickies und Stifte. Wenn Ihr als Team am gleichen Ort seid, ist das tatsächlich alles was ihr braucht. Keine elektronischen Tools, die ständig von der Arbeit ablenken und kein ständiges Rumgefummel, um es endlich dazu zu bewegen, das zu machen, was Du willst. Das ist der beste Weg, um herauszufinden, wie man ein agiles Framework implementiert. Wenn Du dann verstanden hast, um was es bei „Agile“ geht und weißt wie Du es so anpassen kannst, dass es in Deinem Kontext funktioniert, dann ist es Zeit für Schritt 3.

3 – Starte möglichst einfach

Wenn Du immer noch glaubst, ein agiles Tool zu benötigen, dann starte so einfach wie möglich. Mit Google Docs kannst Du ein Kanban Board in 15 Minuten aufsetzen. Oder nutze ein simples Post-It basiertes Tool, wie Kanbanery, Flow oder Trello. Die meisten dieser Tool kosten nichts, zumindest für kleine Teams. Der größte Vorteil dieser Tools ist, dass sie keinem eigenen Prozess folgen und man sie einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

4 – Wähle weise

Du bist immer noch hier? Du brauchst also ein „richtiges“ agiles Tool? Dann wähle weise! Wie schon gesagt, gibt eine Menge Tools auf dem Markt. Wenn Du Schritt 1 befolgt hast, weißt Du, wie Dein agiler Prozess (derzeit) aussieht. Du brauchst also ein Tool, dass man einfach an Deinen Prozess anpassen kann. Wenn sich das Tool nur schwer konfigurieren lässt, streiche es von der Liste. Sei nie voreilig bei der Auswahl, denn Du wirst die nächsten Jahre mit dem Tool leben müssen. Deshalb sollte es das „Richtige“ sein.

5 – Lasst Euch schulen

Nachdem Ihr Euch für ein Tool entschieden habt, ist es wichtig, dass alle im Team eine Schulung erhalten. Jeder sollte wissen, wie man das Tool bedient. Es gibt nichts schlimmeres, als einen Scrum Master, der während dem Sprint Planning mit dem Tool kämpft und alle schauen zu.

Fazit

Meiner Ansicht nach, macht ein großes agiles Tool nur in verteilten Teams Sinn. In allen anderen Fällen schadet es der Produktivität, anstatt sie zu fördern. Wie seht ihr das? Welche Erfahrungen habt Ihr mit den verschiedenen Tools gesammelt? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

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