10 Dinge um Deine Retrospektiven zu sabotieren

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Januar 9, 2014

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Neues Jahr, neues Glück. Dieses mal gebe ich Euch ein paar Ideen, wie Ihr Eure Retrospektiven sabotieren könnt. Viel Spaß dabei:

  1. Mache Deine Retrospektiven so kurz wie möglich. Man sollte vermeiden zu viel Zeit in diese nutzlosen Zusammenkünfte zu investieren.
  2. Fokussiere Dich in der Retrospektive ausschließlich auf die negativen Aspekte des letzten Sprints. Dies ist der einzig richtige Weg für kontinuierliche Verbesserung.
  3. Führe eine Retrospektive wie jede andere Besprechung durch. Setzt Euch um einen Tisch und los geht es.
  4. Ignoriere die Komplexität des Systems in dem Ihr arbeitet. Jeder Effekt hat auch (genau) eine Ursache.
  5. Nutze ausschließlich billigstes Material, wie schlecht klebende Post-Its oder Stifte die kaum schreiben. Alles andere wäre Verschwendung.
  6. Verzichte auf einen Facilitator für Deine Retrospektiven. Er stört sowieso nur und verlangsamt die „Besprechung“.
  7. Verzichte auf jegliche Agenda und Phasenmodelle für Retrospektiven. Wer braucht schon eine Agenda um sich auf Negatives zu fokussieren.
  8. Starte sofort zu definieren, was Ihr im nächsten Sprint anders machen wollt. Es weiß sowieso schon jeder, was sich ändern muss.
  9. Überprüfe nie, ob die Aufgaben der letzten Retrospektive tatsächlich bearbeitet wurden oder gar den erhofften Effekt hatten. Das dauert viel zu lange.
  10. Bringe niemals etwas zu essen/zu knabbern für die Teilnehmer mit in die Retrospektive. Hungrige Teilnehmer werden alles daran setzen, die Retrospektive schnellstmöglich zu beenden.

Fällt Dir sonst noch etwas ein? Dann her damit in den Kommentaren.

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About the author 

Marc Löffler

Marc Löffler ist Keynote-Speaker, Autor und Mentor für passionierte Scrum Master. Er befasst sich schon seit 2005 leidenschaftlich mit agilen Methoden, wie z.B. Scrum, Kanban oder eXtreme Programming. Bevor er mit dem Thema Agilität in Berührung gekommen war, hat er als zertifizierter Projektmanager (IPMA) bei Firmen wie Volkswagen, Siemens und EADS erfolgreich multinationale Projekte geleitet. Mit Begeisterung hilft er Unternehmen dabei, agile Werte zu verstehen und genau die Form von Agilität zu finden, die zum jeweiligen Unternehmen passt. Dabei nutzt er sein PASSION Modell, um die jeweilige Situation zu analysieren und sinnvolle nächste Schritte hin zur passionierten, agilen Organisation zu definieren. Er liebt es, neue Einsichten zu generieren, und unterstützt Unternehmen dabei, Probleme aus kreativen, neuen Blickwinkeln zu betrachten. Seit September 2018 ist er zertifizierter Professional Speaker GSA (SHB) mit der besten Keynote seines Jahrgangs. Im Jahr 2014 erschien sein Buch „Retrospektiven in der Praxis“ beim dpunkt.verlag. Im Jahr 2018 folgte das Buch „Improving Agile Retrospectives“ bei Addison Wesley. Im Februar 2022 folgte dann das Buch "Die Scrum Master Journey" beim BusinessVillage Verlag.

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  1. 11. Lade auf jeden Fall möglichst hochrangiges Management ein um gute Arbeitsergebnisse auch in diesem Meeting sicherzustellen und ggf. entscheiden zu lassen, ob sich dieses Meeting überhaupt lohnt.
    12. Besonders wichtig ist kontinuierliche Kritik an allen, allem und jedem – nur wer Kritik hört, der weiß, was er falsch gemacht hat und weiß, was er ändern muss, wenn er noch länger dabei bleiben will.
    13. Unterbinde vor allem sachliche Auseinandersetzungen bei unterschiedlichen Sichtweisen, die machen nur schlechte Stimmung und bringen nichts. Befeuer hingegen unsachliche Streitigkeiten, denn ein bisschen Emotion und „Frust ablassen“ hat noch nie geschadet.

  2. 14. Es ist wichtig Schuldige beim Namen zu nennen. Vor allem wenn Punkt 11 eingehalten wird und hochrangige Personen dabei sind.
    15. Verbessern kannst du die Retrospektive wenn du einen Schuldigen mit in die Argumentation für deinen Lösungsvorschlag mit einbeziehst. Also z.B. : Der letzte Sprint ist schief gelaufen weil Peter wieder drei Böcke geschossen hat. Ich glaube wir sollten das Buildsystem abschalten damit das nicht mehr passieren kann.
    16. Auf der anderen Seite gehören Probleme nicht in eine Retrospektive, es ist besser das unter vier Augen mit dem Chef zu besprechen. Der wird das in die Hand nehmen.
    17. Gefühle und emotionale Eindrücke haben nichts in einer Retrospektive zu suchen. Das ist unnötige Zeitverschwendung.
    18. Die Äußerung von Feedback sollte möglichst durch Diskussionen und Lösungsvorschläge unterbunden werden.
    19. In der Regel führen persönliche Gespräche nur zu Mißverständnissen. Man kann das wichtigste auch per E-Mail regeln.
    und mein letzter:
    20. Eigentlich braucht man keine Retrospektiven.

    Aber mal im Ernst:
    http://www.agile-is-limit.de/positiver-umgang-mit-feedback-teil-1/

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