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Agile Retrospektiven

Möchtest Du das neue Jahr mit besseren Retrospektiven starten? Dann habe ich genau das Richtige für Dich:

1 – Bring was zu Essen mit
Es ist immer eine gute Idee, etwas zu Essen zu einer Retrospektive mitzubringen. Es können so einfache Dinge sein wie z.B. Schokolinsen, Salzstangen oder Kekse. Du wirst sehen: Mit diesem kleinen Trick, kannst Du die Stimmung schon zu Beginn Deiner Retrospektiven heben.

2 – Setzt Euch ein Ziel
Die meisten Retrospektiven starten jedes Mal auf der grünen Wiese, ohne die Ergebnisse der letzten Retrospektiven zu beachten. Versuche stattdessen mal etwas Anderes: Setzt Euch ein klares Ziel für die nächsten 2-3 Monate, wie z.B. die Code-Qualität zu verbessern. Auf dieses Weise haben Eure nächsten Retrospektive ein klares Ziel und nur themenbezogene Probleme werden diskutiert. Zusätzlich könnt ihr auf den Ergebnissen der letzten Retrospektiven aufbauen und Eurem Ziele Schritt für Schritt näherkommen. Mehr zum Thema “Zielgerichtete Retrospektiven” findest Du hier.


3 – Experimentiere
Wir alle arbeiten in einem komplexen, adaptiven System. Das bedeutet, dass dieses System nicht vorhersehbar ist. Du weißt nie, ob die definierten Aufgaben aus der letzten Retrospektive, den gewünschten Erfolg haben werden. Deshalb bevorzuge ich, von Experimenten zu sprechen. Wenn Du ein Experiment startest, möchtest Du Deine Hypothese (dein erwarteter Effekt) beweisen. Wenn das nicht möglich ist, versuchst Du einfach ein anderes Experiment. Das machst Du so lange, bis Deine Hypothese war wird. Zusätzlich impliziert der Begriff „Experiment”, dass man ruhig auch mal etwas probieren darf. 


4 – Diskutiert Eure Experimente im Planning
Eines der größten Probleme in Retrospektiven ist, dass die definierten Experimente im Tagesgeschäft untergehen. Um dieses Problem zu umgehen, sollte man die definierten Experimente im Backlog aufnehmen und diese wie jeden anderen Eintrag im Backlog behandeln. Das heißt, dass man die Experimente auch im Planning 2 in einzelne Aufgaben herunterbricht. Jetzt ist Dein Experiment Teil des Sprint Backlogs und kann wie jede andere Aufgabe einfach getrackt werden.


5 – Fokussiert Euch auf ein Experiment
Ein anderer Fehler, der sehr häufig gemacht wird ist, dass sich das Team zu viel vornimmt. Fokussiert Euch stattdessen auf genau EIN Experiment. So könnt ihr sicherstellen, dass genug Kapazitäten zur Verfügung stehen, um an diesem Experiment zu arbeiten. Nichts nervt mehr, als eine Liste von Experimente, an denen niemand gearbeitet hat. Hier noch ein Pro-Tipp: Werft die anderen brillianten Experimentideen nicht fort. Nehmt sie stattdessen in einem Experimentbacklog auf. Wenn im Laufe des Sprints noch Kapazitäten frei sind, kann man sich das nächste Experiment schnappen. Ferner, kann man die nächste Retrospektive extrem kürzen, indem man einfach das Experimentbacklog hernimmt und das nächste Experiment, mit der größten Aussicht auf Erfolg für den nächsten Sprint auswählt.

Ich hoffe Euch gefallen diese kleinen Tricks. Ich würde mich freuen von Euch zu hören, wenn Ihr sie ausprobiert habt. Viel Spaß dabe

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Agile Retrospektiven

Wer kennt das nicht: Jede Retrospektive startet mit dem Sammeln von Daten, um auf dieser Basis den Rest der Retrospektive zu gestalten. Oft genug passiert es, dass immer wieder die gleichen Dinge diskutiert werden und man scheinbar nicht vom Fleck kommt. Und trotzdem beginnt man bei jeder Retrospektive wieder auf der grünen Wiese.

Stattdessen kann es Sinn machen, sich für einen festgelegten Zeitraum auf ein Thema zu fokussieren und dieses zum zentralen Element der nächsten Retrospektiven zu machen. Nehmen wir z.B. an, dass ein Team schon länger Probleme mit der Produktqualität hat. Mehrfach wurde versucht, dieses Thema in den Griff zu bekommen, aber es waren meist nur Tropfen auf den heißen Stein. Nun entscheidet man sich im Team dazu, dieses Thema für die nächsten drei Monate fokussiert zu verfolgen. In jeder Retrospektive befasst man sich nun explizit damit, das Qualitätsproblem in den Griff zu bekommen.

Zu Beginn einer solchen Retrospektive, werden die Ergebnisse der letzten Experimente zur Verbesserung der Qualität auf deren Erfolg untersucht, also überprüft, ob die damals aufgestellte Hypothese korrekt war. Wenn ja, kann man sich dem nächsten Problem zuwenden. Wenn nein, macht es zuerst einmal Sinn nach den Ursachen zu forschen, um dann darauf basierend, das nächste Experiment zu starten.

Es macht Sinn zu Beginn des Zeitraums, ein kurzes Rating zu machen, wo man derzeit beim anzugehenden Thema steht und dann einen gemeinsamen Zielwert festzulegen, den man in den nächsten Monaten erreichen will. Erst nach dem Erreichen dieses Werts, nimmt man sich dem nächsten Thema an.

Die Vorteile eines solchen Format sind der klare Fokus auf ein Problem und die Vermeidung, immer wieder die gleichen Themen zu besprechen. Gleichzeitig bekommen Retrospektiven wieder einen Sinn, der vor allem bei länger laufenden agilen Transitionen mit der Zeit abhandengekommen sein kann.

Was denkt Ihr? Könnte Euch der Einsatz von zielgerichteten Retrospektiven helfen?

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